Frische und ideenreiche Kommunalpolitik

Das Netzwerk Junge Bürgermeister*innen ist ein eigenständiges Netzwerk unter dem Dach des Innovators Club, der kommunalen Ideenschmiede des Deutschen Städte- und Gemeindebundes. Diese verbindet oft eine andere, junge Sicht auf die kommunalen Dinge. Und sie stehen vor ähnlichen Herausforderungen: Wie nimmt man als junger Mensch die Rolle des Verwaltungsoberhauptes an? Wie treibt man Innovationen zu den wichtigen kommunalen Zukunftsthemen voran?


Starke und junge Kommunalpolitik fördern

Das Netzwerk Junge Bürgermeister*innen versteht sich als Plattform für den Austausch von Ideen und Konzepten und soll den Dialog unter den jungen AmtskollegInnen fördern. Das überparteiliche Netzwerk will so Anregungen für junge Kommunalpolitik geben. 


Veranstaltungen und Aktionen

Fachkonferenz

Zu unserm ersten Jahrestreffen laden wir pandemiebedingt nun leider erst im Jahr 2021 ein.

 

Digital geht es schon eher weiter. Im Novem-ber und Dezember 2020 wird es zwei digitale Fachkonferenzen zu aktuellen Themen geben. 

Unser Podcast

Ein Angebot von den und für die Jungen Bürgermeister*innen.

 

Es geht um Erfahrungsaustausch, Informationen zu Hintergründen, über gute Ideen und politische Einschätzungen. Darüber wollen wir reden.

Besuche

Zum Austausch dienen auch gegenseitige Einladungen der Netzwerkmitglieder mit der Präsentation von BestPractices der gastgebenden Kommune sowie gemeinsame Besuche interessanter Projekte, Firmen  oder Messen.

 

 

Presse

Die Aktivitäten junger Bürgermeisterinnen und Bürgermeister sind regelmäßig Bestandteil  überregionaler und lokaler Berichterstattung in den Medien. 

Hier haben wir einige interessante Beiträge verlinkt.

 

 



AKTUELLES 7.12.2020

Auf! Bürgermeister! Auf! Bürgermeister! Auf! Auf! Bürgermeister! Steh auf!

 

Ein Offener Brief zum Bürgermeister-Song an POL1Z1STENS0HN, Jan Böhmermann
von sechzehn jungen Bürgermeister*innen

 

Lieber Jan Böhmermann,

 

ein Lied über Bürgermeister und dann auch noch von Jan Böhmermann. Großartig. Endlich wird unsere Arbeit einmal richtig gewürdigt. Damit sollten auch alle Nachwuchssorgen der Kommunalpolitik passé sein. Zugegeben, wir waren dann doch etwas enttäuscht, dass wir zwar angesprochen, aber offenbar gar nicht gemeint waren. Zur Legislative gehören wir nun wirklich nicht. Warum heißt der Song „Bürgermeister“ und nicht „Volksvertreter“?

 

Wir beziehen den Clip allerdings auch auf uns, vor allem werden viele Hörer*innen des Liedes die Aussagen auf unser Amt beziehen. Wir brauchen eine jüngere und diversere (Kommunal)Politik. Und: Wenn Euch was nicht passt, entmachtet den alten "korrupten" Bürgermeister, werdet selbst Bürgermeister*in.

 

Zwei Punkte möchten wir als Netzwerk Junge Bürgermeister*innen dazu anmerken.

 

In Deutschland gibt es über 500 Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, die bei Ihrer letzten Wahl unter 40 Jahre alt waren. Und wir werden immer mehr. Viele Erfolge junger Kandidat*innen bei den Direktwahlen in diesem Jahr zeigen das. Und auch wenn es bei der Oberbürgermeisterwahl in Stuttgart, die Du besonders aufmerksam verfolgt hast, nicht geklappt hat, konnten sich auch in etlichen Großstädten junge Kandidat*innen durchsetzen. Wir sind das, was Du einforderst. In den Rathäusern sind die Jungen längst Realität! 

 

Unser zweiter Punkt betrifft den korrupten, alten, weißen Mann im Clip. Ja, das ist satirisch überzeichnet, aber es führt eine lange Reihe fort, wie Bürgermeister*innen gesehen werden. Schon in Kinderbüchern sind Bürgermeister (Bürgermeisterinnen gibt es hier eigentlich gar nicht) zumeist unsympathische und eitle Egomanen, die mehr auf ihren eigenen Vorteil bedacht sind als für den ihres Ortes. Bestenfalls lassen sie sich von halbseidenen Bauunternehmern oder Investoren vor den Karren spannen. Ob bei paw patrol, Benjamin Blümchen oder Liliane Susewind, die Typen ähneln sich. Das setzt sich fort in Romanen, Fernsehserien, Filmen und nun auch in Deinem Video. Und unter diesem Framing leiden auch wir „neuen“ Bürgermeister*innen.

 

Dass die Politik der kommunalen Ebene dennoch im Vergleich zu der in Bund und Land die höchste Wertschätzung und Glaubwürdigkeit erfährt, kann somit eigentlich nur an den tatsächlich handelnden Personen liegen. 


Das Ergebnis dieser vielschichtigen negativen Vorurteile bekommen wir alle zu spüren. Von
zunehmenden Beleidigungen und Bedrohungen (nicht nur) im Internet bis zum zerkratzten
Auto. Denn ob es wirklich die Bürgermeister*Innen – egal welchen Alters – sind, die „schach mit baseballschläger!“ spielen, da sind wir nicht so sicher. Sicher sind wir aber, dass dieses schräge Bild unseres Amtes unserem gemeinsamen Ziel abträglich ist, mehr junge Menschen zu gewinnen, die sich in und für ihre Kommune engagieren - um neue Ideen einzubringen und auch um überkommene Strukturen zu überwinden.

Gerne würden wir uns dazu mit Dir austauschen, um über ein realistisches Bild unseres Berufes zu sprechen. Denn, da sind wir überzeugt, das wäre die beste Werbung für das Amt der Bürgermeisterin und des Bürgermeisters.

 

   "Steh auf, Böhmermeister, steh auf, sieh es dir an! Steh auf, Böhmermeister, sieh hin, wir sind längst dran!"

 

Wir würden uns freuen, wenn wir Dein Interesse an einem Erfahrungsaustausch wecken konnten und sind gespannt auf Deine Rückmeldung.

 

Herzliche Grüße

 

Martin Assmuth, Leopold Bach, Romina Barth, Marco Beckendorf, Matthias Beer, Wolfram Bernhardt, Tobias Borstel, Dominik Brasch, Marco Diethelm, Daniel Herz, Florian Marré, Martin Pichler, Annika Popp, Michael Salomo, Julia Samtleben, Marc Trampe

 

P.S.: Am 10. Dezember 2020 haben wir eine online-Konferenz des Netzwerks bei der rund 40 Bürgermeister*innen angemeldet sind. Im Anschluss an die Veranstaltung könnten wir anbieten, ab 13:00 Uhr die Zoom-Konferenz für einen ersten gemeinsamen Austausch mit Dir zu verlängern.